Daunen oder Kunstfaser- welcher Schlafsack ist der Richtige?

Donnerstag, 22. April 2010

Eines können wir schon einmal vorweg sagen, DEN Universalschlafsack für alle Gelegenheiten gibt es leider nicht. Stattdessen hat man die Qual der Wahl zwischen vielen verschiedenen Modellen und Funktionen. Die beginnt schon bei der Füllung. Daune oder Kunstfaser? Beide haben zwar gemein, dass sie Luft und damit Wärme speichern, aber jeder hat dabei seine Vor- und Nachteile.

Der Kunstfaserschlafsack ist definitiv die beste Wahl, wenn man in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Nässegefahr übernachtet. Denn das Material klumpt nicht und verliert damit auch in feuchten Gegenden nicht seine Isolationsfähigkeit. Damit bleibt es auch innen noch kuschelig warm, wenn es draußen schon nass ist. Der Nachteil ist, dass ein Kunstfaserschlafsack schwerer und verpackt größer als das Daunenmodell ist. Außerdem gibt es meist sehr starke qualitative Unterschiede. Damit er bauschfähig bleibt und lange hält, müssen die einzelnen Fasern mit Silikon beschichtet werden, damit sie sich nicht verhaken oder brechen. Umso aufwändiger die Produktion, desto hochwertiger die Kunstfaser. Das spiegelt sich dann auch im Preis wieder. Die Verarbeitung ist aber im Vergleich zur Daunenfüllung leichter, weshalb der Kunstfaserschlafsack generell etwas günstiger ist.

Das Verhältnis zwischen Isolation, Packmaß und Gewicht ist beim Daunenschlafsack hingegen optimal. Da Daunen Körperfeuchtigkeit aufnehmen können und nicht außen anlagern, ist der Schlafkomfort angenehmer als im Kunstfasermodell. Damit der Schlafsack aufgrund der aufgenommenen Feuchtigkeit nicht modrig wird und die Füllung verklumpt, muss er tagsüber gut gelüftet werden. Die Qualität der Daunen hängt vom Tier ab, von dem sie genommen wurden. Zum Beispiel haben Gänse, die vorwiegend in einer kalten Umgebung leben, die dichtesten und größten Daunen. Das Gefieder von Enten hingegen ist nicht ganz so wärmend. Die Füllung besteht aus einer Mischung aus Federn und Daunen. Generell gilt, je höher der Federanteil, desto geringer die Bausch- und Isolationsfähigkeit.