Aufblasbares Zelt

Ein Zelt aufzubauen kann einen echt verrückt machen. Wenn man sich aber nicht mit den Fiberglas-Zeltstangen abplagen muss, weil diese durch aufblasbare Zeltstangen ersetzt wurden, dann ist der Zeltaufbau ein Kinderspiel: Einfach die Zeltstangen aufpumpen und das Zelt am Boden fixieren – fertig.

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Ein aufblasbares Zelt unterscheidet sich vom normalen Zelt durch das Gestänge. Dieses existiert nämich im aufblasbaren Zelt nicht. Hier gibt es stattdessen Luftschläuche, welche mit dem Mund, einer Luftpumpe oder einem Kompressor aufgeblasen werden können.

Vorteile aufblasbares Zelt

Durch den Austausch des schweren Gestänges gegen Luftschläuche ergibt sich zum einen ein geringeres Gewicht und zum anderen ein schnellerer Aufbau als beim herkömmlichen Zelt. Trotzdem ist das aufblasbare Zelt stabil. Erreicht wird die Stabilität durch eine Kombination aus Luftschläuchen und Heringen.
Die Luftschläuche sorgen nicht nur für ein geringeres Gewicht und einen einfacheren Aufbau. Sie sind aerodynamisch und sorgen daher dafür, dass Wind die Zeltwände so sehr belastet, indem sie mit dem Wind schwingen.

Anforderungen an den Untergrund

Wie bereits erwähnt, erreichen aufblasbare Zelte Ihre Stabilität durch die aufgeblasenen Luftröhren und durch die Befestigung mit Heringen im Boden. Dieser sollte zum einen möglichst gerade und zum anderen eine gute Verankerung der Heringe ermöglichen.
Ein steiniger Boden wäre als Untergrund nicht geeignet. Auf einem solchen könnten die Heringe das Zelt nicht fixieren, weil hier keine Verankerung möglich ist. Auch zu lockere oder zu feuchte Böden würden den Heringen nicht genügend Halt bieten. Eine Rasenfläche hingegen bietet den Heringen einen idealen Halt.

Drei Zelttypen fürs Camping mit mehreren Personen

Aufblasbare Zelte für mehrere Personen gibt es in der Regel als …

  • Tunnelzelt
  • Wohnzelt
  • Vorzelt für Wohnmobil
Tunnelzelt
Das Tunnelzelt besteht aus mehreren aneinander gereihten und miteinander verbundenen Zeltkammern, die zum Schlafen dienen, und bietet damit Platz für mehrere Personen. Die parallel gespannten Bögen geben dem Zelt dabei den nötigen Halt. Allerdings verfügen Tunnelzelte über eine entsprechend große Breitseite, die eine ebenso große Angriffsfläche für Wind bieten. Dies kann die Stabilität des Zeltes beeinträchtigen. Deshalb sollte vor dem Aufbau des Zeltes geprüft werden, von wo der Wind kommt. Das Zelt sollte dann so aufgestellt werden, dass der Wind nicht auf die Breitseite trifft.
Wohnzelt
Das Wohnzelt unterscheidet sich vom Tunnelzelt durch zusätzlichen Platz und mehr Komfort. Es eignet sich vor allem für Urlaube mit längeren Aufenthalten auf dem Campingplatz. Das besondere an diesem Zelttyp: Man kann aufrecht im Zelt stehen und es gibt sogar einen Aufenthaltsraum, der bei schlechtem Wetter Platz zum Verweilen bietet. Allerdings benötigt dieses Zelt aufgrund der Größe auch entsprechend mehr Grundfläche und ist damit weniger flexibel. Hinzu kommt, dass sich der Aufbau schwieriger gestaltet als beim Tunnelzeit.
Vorzelt
Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, kann mit einem Vorzelt einen Vorraum schaffen, der zum Abstellen von Vorräten und Campingmöbeln, zum Aufenthalt oder auch zum Schlafen dienen kann. Solche Vorzelte gibt es in unterschiedlichen Größen. Je größer dieses gewählt wird, desto mehr Personen haben darin Platz.
Der Vorteil des Vorzeltes ist eindeutig der stabile Aufbau durch die Anbindung an das Wohnmobil. Allerdings liegt hier auch in gewisser Weise ein Nachteil, denn dadurch entfällt die Flexibilität – man kann nicht ohne Aufwand einfach mal so zum nächsten Campingplatz.

Kaufkriterien

Wenn Du Dir ein aufblasbares Zelt zulegen möchtest, solltest Du auf ein paar Produkteigenschaften achten:

  • Material
  • Zeltgröße
  • Belüftungsmöglichkeiten
  • Schutz vor Wasser und Wind
  • Schutz vor UV-Strahlung
  • Aufbau

Material

Die Zeltplane besteht meist aus Polyester. Dabei gibt die Fadendichte an, wie reißfest ein Stoff ist. Für Außenzelte sollte der Wert etwa 180 bis 190 T (T = Threadcount = Fadendichte) betragen.
Von Materialien wie Baumwolle ist eher abzuraten, da diese einen erhöhten Pflegeaufwand benötigt.

Zeltgröße

Bevor Du Dir ein Zelt anschaffst, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, wie viele Personen darin Platz finden sollen. Auch ist sollte vorher klar sein, ob man Wert darauf legt, im Zelt stehen zu können und ob ein Vorzelt gebraucht wird. All diese Entscheidungen haben Einfluss auf die Größe des Zeltes.

Beachte aber, dass einige Hersteller gern mal bei den Platzangaben schummeln. So kann es sein, dass anstelle der angegebenen vier Personen nur drei Personen Platz haben. Deshalb solltest Du Dich nicht nur auf die Platzangaben des Herstellers verlassen, sondern auch die Maße des Zeltes berücksichtigen. So sollte eine Schlafkabine für drei Personen beispielsweise etwa 4 x 2 Meter groß sein.

Belüftungsmöglichkeiten

Gerade an warmen Tagen ist ein Luftaustausch unerlässlich – verbrauchte Luft entweicht und frische Luft strömt ein. Dabei ist es wichtig, dass keine Insekten und kein Wasser in das Zelt eindringen können.

Schutz vor Wasser und Wind

Zelte müssen den äußeren Einflüssen standhalten. Dabei spielt nicht nur die Robustheit des Materials eine Rolle, sondern vor allem auch die Wassersäule. Ab einer Wassersäule von 1500 mm gilt ein Oberzelt als wasserdicht. Diesen Wert erreichen in der Regel alle Zelte. Um auf Nummer sicher zu gehen und keine böse Überraschung zu erleben, ist es aber ratsam, wenn das Zelt eine Wassersäule von 3000 mm hat. Der Zeltboden gilt ab einer Wassersäule von 2000 mm als wasserdicht. Allerdings ist man mit einer Wassersäule von 5000 mm wesentlich besser beraten.

Für die Wasserdichtigkeit ist es enorm wichtig, dass das Zelt so gut abgespannt werden kann, dass der Wind das Überzelt nicht anheben kann. Anderenfalls würden bei Regen die Unterzeltwände durchnässt. Hier musst Du selbst aber auch darauf achten, dass Du das Zelt nicht mit der Breitseite in die Windrichtung aufstellst.

UV-Schutz

Gerade im Sommer ist die UV-Strahlung sehr gefährlich. Deshalb ist es wichtig, dass die Außenwände des Zeltes über einen guten UV-Schutz verfügen.

Aufbau

Aufblasbare Zelte haben gegenüber herkömmlichen Zelten den großen Vorteil, dass sie sich wesentlich leichter und schneller aufbauen lassen.

Allerdings gilt es hier zu beachten, dass die Aufbauzeiten zwischen den verschiedenen Zelttypen und in Abhängigkeit von der Größe veriieren.